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27.2.2014

Der Kunde ist heute schneller - Digitalisierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Interview mit Prof. Dr. Irene Bertschek vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Seit 2009 veröffentlicht die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft jährlich einen Monitoringbericht über die wirtschaftliche Entwicklung der Branche. Ein Schwerpunkt im jüngst veröffentlichten Bericht ist das Thema Digitalisierung. Hierzu hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bundesweit eine Befragung bei Selbständigen und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft durchgeführt.

Frau Bertschek, es geht um Digitalisierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft: Was ist damit gemeint?

Bertschek: Fangen wir mit einem Megatrend an: Viele Kultur- und Kreativunternehmen setzen heute schon auf digitale Vertriebswege. Fast die Hälfte der Unternehmen vertreibt Produkte und Dienste entweder ausschließlich oder zumindest teilweise über das Internet. Beispielsweise über Direktmarketing-Maßnahmen per E-Mail. Manche Unternehmen wie etwa Verlage richten auch eigene Downloadbereiche ein, in denen sie beispielsweise ihre Hörbücher anbieten. Dazu kommen immer mehr Apps und mobile Dienste, insbesondere in der Software- und Games-Industrie, zum Beispiel Benachrichtigungen über Neuerscheinungen oder Spiele, die auch auf Smartphones, Tablets oder Notebooks gespielt werden können.