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30.1.2017

"International unterwegs"

Unterstützung für Kultur- und Kreativschaffende auf dem Weg ins Ausland

Es gibt für Kultur- und Kreativschaffende vielerlei Gründe, sich auf den Weg ins Ausland zu machen: um Erfahrungen zu sammeln, dazuzulernen, Kooperationspartner zu finden und Kooperationen auf den Weg zu bringen. Oder um neue Märkte für innovative Produkte zu erschließen.

Für alle diese Zwecke gibt es Unterstützungen und staatliche Förderungen: für Studien- und Arbeitsaufenthalte, für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben sowie für internationale Kooperationen und Koproduktionen bis hin zur Ausstellungs- und Tourförderung. Nicht zu vergessen die Gelegenheiten, unternehmerische Erfahrungen zu sammeln, oder die staatlichen Förderprogramme, um Absatzmärkte zu erschließen.

Beispiel: "Türöffner" Markterschließungsprogramm

Auch für Firmen wie Beardshaker hat touring artists derzeit schon viel zu bieten. Profitiert hat Beardshaker aber auf seinem Weg in die weite Welt von einer ganz anderen Förderhilfe: dem Markterschließungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen und auch Freie Berufe dabei, sich international zu positionieren, beispielsweise durch Informationsveranstaltungen, Markterkundungen, Geschäftsanbahnungen oder Informationsreisen ins Ausland: In Frage kommt das Markterschließungsprogramm z.Zt. vor allem für Architekten, Designer, Galerien, Musikinstrumentenhersteller oder Veranstalter von Kulturevents. Und Spiele-Entwickler wie Michael Benrad. "Wir haben einen Anruf bekommen, von der Deutsch-Irischen Außenhandelskammer (AHK) in Dublin. Die hat uns dazu eingeladen, irische Unternehmen kennenzulernen, die Spiele-Entwickler für ihre Marketing-Aktivitäten suchen." 

Auf Beardshaker ist die AHK Dublin dabei nicht zufällig gestoßen. "Wir hatten im Vorfeld eine Agentur beauftragt, in Deutschland nach in Frage kommenden Games-Unternehmen zu recherchieren", berichtet der irische AHK-Mitarbeiter Ronan Harbison. "Die Unternehmen mit Games-Bedarf hier in der Republik kannten wir. Und dann haben wir die deutschen und irischen Kandidaten zusammengebracht."

Für Michael Benrad bedeutete dies seine erste Geschäftsreise. "Ich wurde dort mit offenen Armen empfangen und zu den Firmen begleitet. Und Ronan hat mich mit Rat und Tat unterstützt. Das Ganze war nicht nur interessant, sondern auch geschäftlich erfolgreich. Ich war bei insgesamt fünf oder sechs Firmen. Und bei der einen Firma hat es dann tatsächlich auch mit einem Auftrag geklappt. Im Health-Care-Sektor. Es geht um ein Spiel für ein Gerät, das der Stressregulierung dient. So bisschen wie eine Fitness-App, nur für die geistige Gesundheit." 

Auch für die AHK Dublin ein Wunschergebnis. Sie hatte sich für die Durchführung dieses Projekts beim deutschen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beworben und einen Zuschlag erhalten. Aus dem Projekttopf des Markterschließungsprogramms haben Ronan Harbison und seine Mitstreiter dann finanzielle Mittel erhalten, um das deutsch-irische Unternehmenstreffen vorzubereiten und durchzuführen. 

Michael Benrad musste - wie beim Markterschließungsprogramm üblich - für seine Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst aufkommen. "Die Kosten von vielleicht 1.000 Euro haben wir durch den Auftrag zigfach wieder reingeholt", sagt er zum Schluss. Und nein: Allein hätte Beardshaker das niemals hinbekommen. "Das war zum einen die Vorrecherche - die war wirklich sehr umfangreich. Zum anderen die Sondierung des Marktes - hätten wir selber niemals machen können. Das können kleine Firmen allein kaum leisten. Und dann tatsächlich zu einer Firma hinzugehen und uns vorzustellen und zu sagen, das ist unsere Dienstleistung - habt ihr da einen Bedarf? Und die sagen: Ja, haben wir. Das war toll."



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