Branche
Software-/Games-Industrie
In Anlehnung an die international geltende Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft wurde die Software-Industrie auch in Deutschland als Teilmarkt in die Kultur- und Kreativwirtschaft mit einbezogen. Danach zählen zur Software-/Games-Industrie die Entwicklung und das Verlegen von Softwareprodukten jedweder Art.
In Anlehnung an die Definition des Bundesverbands G.A.M.E. gehören zur Games-Industrie beispielsweise Computerspiele, Konsolenspiele, Videospiele, Online-, Browser-, Handyspiele und Social Games. Dabei sind Trägermedium, Wiedergabesystem oder Übertragungsweg unwesentlich. Durch den wachsenden Markt mit Online- und Browserspielen wächst auch die Bedeutung von Online-Plattformen. Webportale werden der Software-/Games-Industrie ebenso zugeordnet wie die Entwicklung und Programmierung von Internetpräsentationen. Der Teilmarkt ist nicht nur wegen seiner quantitativen Größe für die Kultur- und Kreativwirtschaft von zentraler Bedeutung. Die ästhetisch-experimentellen Entwicklungen sowie die starke Verschmelzung technologischer Entwicklung werden für viele künstlerische und kulturelle Berufe und neue Geschäftsideen immer wichtiger.
Auf einen Blick (Zahlen aus 2011):
- Zahl der Unternehmen (Freiberufler und gewerbliche Unternehmer): 29.802
- Gesamtumsatz: 30,34 Milliarden Euro
- Anteil am Gesamtumsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft: 18,9 Prozent
- Erwerbstätige insgesamt (alle Selbständigen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ohne Minijobs): 268.683
(davon 238.881 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) - Anteil der Kleinstunternehmen/Freiberufler (Umsatz unter 2 Millionen Euro): 94,8 Prozent (Anteil am Gesamtumsatz des Teilmarkts: 21,2 Prozent) (2010)
Quelle: Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2011. BMWi (Hrsg.) 2012.
Alle Kennzahlen zum Jahr 2011 sind vorläufig.